Infos zum Film

Das Drama der modernen Welt
Frankreich 2009
Philippe Lioret
115 Minuten, Farbe
Spielfilm
7. - 8. Klasse

Die Zahl der Flüchtlinge, die versuchen aus ihren oftmals von Krieg und Gewalt beherrschten Heimatländern nach Europa einzureisen ist groß. Tag für Tag setzen sie dabei ihr Leben aufs Spiel und...

Die Zahl der Flüchtlinge, die versuchen aus ihren oftmals von Krieg und Gewalt beherrschten Heimatländern nach Europa einzureisen ist groß. Tag für Tag setzen sie dabei ihr Leben aufs Spiel und jeder trägt seine eigenen traumatischen Erlebnisse mit sich. So auch der 17-jährige Kurde Bilal. Aus dem Krieg im Irak will er nach Großbritannien. Dort wartet seine heimliche Freundin Mina dringend auf ihn. Wenn Bilal nicht rechtzeitig ankommt, wird sie an einen ihr unbekannten Mann zwangsverheiratet. Bis in die französische Hafenstadt Calais hat Bilal es schon geschafft. Nur noch die 34 Kilometer des Ärmelkanals trennen ihn von Mina. Ein Schleuser soll ihn und andere Flüchtlinge in einem Lastwagen durch den Tunnel unter dem Ärmelkanal hindurch bringen. Doch der Plan misslingt. Bilal wird aufgegriffen und in ein Sammellager in Calais gebracht. In seiner Verzweiflung fasst er einen neuen Plan: Er will durch den Ärmelkanal schwimmen. Mit seinem ersparten Geld nimmt er Schwimmunterricht im örtlichen Hallenbad. Zwischen Schwimmlehrer Simon und Bilal entwickelt sich allmählich eine tiefe Freundschaft. Obwohl es in Frankreich unter Strafe steht, illegale Flüchtlinge zu unterstützen, gibt Simon Bilal die nötige Ausrüstung für sein Vorhaben und lässt ihn bei sich zu Hause übernachten. Er weiß, was dem Jungen bevorsteht, wenn er seinen Plan wirklich umsetzen will: Das Wasser des Ärmelkanals ist kalt, die Strömungen zehren an den Kräften und alle zehn Minuten kreuzt einer der riesigen Tanker. Aber Minas Situation in England wird immer verzweifelter und auch Simon gerät in große Schwierigkeiten, als herauskommt, dass er sich für die illegalen Flüchtlinge einsetzt.

350 000 bis 500 000 sogenannte irreguläre Migrantinnen und Migranten kommen schätzungsweise jährlich nach Europa. Je sicherer die Grenzen werden, desto größere Risiken nehmen sie auf sich, um ihr Ziel zu erreichen. Allein an den Grenzen Europas starben seit 1988 14 714 Immigranten. Regisseur Philippe Lioret nimmt sich dieser Problematik in seinem Film auf einfühlsame und zugleich erschütternde Weise an.

 

Do, Fr 11.+12.11. 12.00 Central – Mitte ★ OmU
Mo 15.11. 11.00 Regenbogenkino – Kreuzberg OmU
Do, Fr 18.+19.11. 10.30 Kino Spreehöfe – Köpenick OmU
Mo 22.11. 10.00 Moviemento – Kreuzberg ★ OmU