Plastic Planet

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Infos zum Film

Plastik ist praktisch. Plastik ist praktisch überall – und eine globale Bedrohung
Österreich/Deutschland 2009
Werner Boote
94 Minuten, Farbe
Dokumentarfilm
9. - 10. Klasse

Gut 100 Jahre ist es her, dass mit Bakelit die industrielle Produktion von Kunststoff startete. Mittlerweile gibt kaum einen Bereich unseres Lebens, der nicht von Kunststoff durchdrungen ist....

Gut 100 Jahre ist es her, dass mit Bakelit die industrielle Produktion von Kunststoff startete. Mittlerweile gibt kaum einen Bereich unseres Lebens, der nicht von Kunststoff durchdrungen ist. Selbst in unserem Blut ist er nachweisbar und es gibt ihn fernab der Zivilisation in Wüsten und Weltmeeren. In den Ozeanen findet man zur Zeit ungefähr sechsmal mehr Plastik als Plankton. Der allgegenwärtige - und in vielen Bereichen unverzichtbare- Wunderstoff ist zu einer globalen Bedrohung geworden. Und damit sind nicht nur die Müllprobleme gemeint, sondern vor allem auch die schwerwiegenden gesundheitlichen Risiken, die von dem extrem langlebigen Plastik ausgehen.
Wie lange es hält, weiß man noch nicht so genau, aber mindestens 500 Jahre haben die enthaltenen Schadstoffe Zeit, in Böden und Gewässer einzudringen und unser Hormonsystem zu schädigen, Allergien auszulösen oder Krebs zu erzeugen.
Werner Boote zeigt die Allgegenwärtigkeit von Plastik und seine destruktive Wirkung auf unseren Planeten. Der Regisseur, dessen Großvater ein Pionier der Plastikindustrie war, führt vor Augen, wie sehr wir uns von Plastik abhängig gemacht haben und deckt dabei erstaunliche Fakten und Zusammenhänge auf. Er sucht nach Antworten auf Fragen wie: Schadet Plastik unserer Gesundheit und Fortpflanzungsfähigkeit? Wer ist verantwortlich für die Müllberge in Wüsten und Ozeanen? Wer gewinnt dabei? Und wer verliert? Eindrucksvolle Beispiele, wissenschaftliche Interviews und interessante Begegnungen fügen sich in „Plastic Planet“ zu einem kurzweiligen Kaleidoskop, das schockierende Tatsachen offenbart und zum Nachdenken anregt.

„Plastic Planet“ ist nicht nur unterhaltsam, sondern macht auch das Dilemma deutlich: Denn selbstverständlich können und wollen wir nicht komplett auf Kunststoffe verzichten.
Mit den Recherchen zu seinem Film, der auf mehreren Festivals ausgezeichnet wurde, begann Werner Boote bereits vor 10 Jahren. Den langen Atem brauchte er u.a, weil die Kunststoffindustrie überhaupt nicht daran interessiert ist, dass über sie berichtet wird.

Do 11.11. 10:00 Uhr Cineplex Titania
Fr 12.11. 10:00 UCI Friedrichshain
Mo 15.11. 10:00 Union
Di 16.11. 10:00 Toni
Mi 17.11. 10:00 Karli
Do, Mo 18.+22.11. 10:30 Cinemotion Hohenschönhausen
Fr 19.11. 10:15 Kino Spreehöfe
Mo 22.11. 10:00 Filmtheater am Friedrichshain
Di 23.11. 12:00 Moviemento
Mi 24.11. 10:30 Cinestar Hellersdorf
Filmkritik
von Madeleine, 19

Der 2009 entstandene Film „Plastic Planet“ ist ein hochinteressanter Dokumentarfilm über Plastik in unserem Leben. Er zeigt, wie viel Plastik in unserem Leben ist, das nicht wegzudenken ist, und...

Der 2009 entstandene Film „Plastic Planet“ ist ein hochinteressanter Dokumentarfilm über Plastik in unserem Leben. Er zeigt, wie viel Plastik in unserem Leben ist, das nicht wegzudenken ist, und wie Plastik sowohl unser Leben, als auch unsere Umwelt und unsere Gene verändert. Wahrscheinlich finden die meisten Schüler Dokumentarfilme langweilig, aber dieser Film ist es wert angesehen zu werden, da er sehr anschaulich, spannend und manchmal auch in Zeichentrick-Form über Plastik erzählt. Wisst ihr zum Beispiel, wie viel Plastik euer Haushalt enthält? Er zeigt wie giftig Plastik ist und wie sehr die Plastikindustrie versucht, dies zu verheimlichen. Der leichte österreichische Akzent des Erzählers, Werner Boote, der gleichzeitig auch der Regisseur ist, wirkt in diesem Film sehr angenehm.