Ein Teil von mir

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Infos zum Film

Eine emotionale Berg- und Talfahrt zwischen Kindheit und Erwachsenwerden, zwischen Freiheit und Verantwortung
Spielfilm, Deutschland 2008
Christoph Röhl
85 min., Farbe
Spielfilm
9. - 10. Klasse

Fast hatte Jonas Vicky schon wieder vergessen. Es war ja nur eine Partynacht und sie hatten vereinbart, dass zwischen ihnen nichts mehr läuft. Doch plötzlich taucht die 16-Jährige wieder auf. Sie...

Fast hatte Jonas Vicky schon wieder vergessen. Es war ja nur eine Partynacht und sie hatten vereinbart, dass zwischen ihnen nichts mehr läuft. Doch plötzlich taucht die 16-Jährige wieder auf. Sie hat dem gleichaltrigen Jonas eine wichtige Mitteilung zu machen: Die gemeinsame Nacht ist nicht ohne Folgen geblieben, Vicky ist schwanger. Zunächst ist Jonas wie erstarrt. Über Monate hinweg verdrängt er die Gedanken an Vicky und versucht einfach so zu tun, als wäre nichts geschehen. Jonas lernt für die Schule und arbeitet als Tellerwäscher in einem Restaurant, um endlich das Geld für ein eigenes Moped zusammen zu bekommen. Doch eines Tages, als Jonas von der Arbeit nach Hause gehen will, wartet Vicky mit einem Kinderwagen am Hintereingang des Restaurants auf ihn. Sie hat auch nach Jonas’ Zurückweisung den Mut nicht verloren. Vicky fordert keine Alimente von Jonas, sondern nur, dass er seine Tochter Clara kennenlernt und Verantwortung für sie übernimmt. Von nun an gibt es für Jonas kein Zurück mehr. So sehr er es auch versucht, ständig muss er an Vicky denken – und an Clara. Schließlich ist sie seine Tochter, ein Teil von ihm. Auch Vicky lässt nicht locker. Immer wieder konfrontiert sie Jonas mit dem Kind. Doch Jonas braucht noch viel Zeit, bis es ihm gelingt, die neue Situation mit all ihren Konsequenzen zu akzeptieren.

12.+15.11. 10:30 CinemaxX Potsdamer Platz
17.11. 9:00 Regenbogenkino - Kreuzberg
23.11. 10:30 Cinemotion Hohenschönhausen
Filmkritik
von Emmyerdbeere, 23

Minderjährigenschwangerschaft. Schon häufig als Thema für „eindringliche Filme“ missbraucht, die sich selbst zu wichtig nehmen. Was genau Ein Teil von mir ausmacht, was diesen Film aus der Masse...

Minderjährigenschwangerschaft. Schon häufig als Thema für „eindringliche Filme“ missbraucht, die sich selbst zu wichtig nehmen. Was genau Ein Teil von mir ausmacht, was diesen Film aus der Masse herausstechen lässt, ist schwer zu beschreiben. Jenseits von Alimente und Moralpredigten nähert sich Christoph Röhl einem Thema, dass doch eigentlich in erster Linie Teenager betrifft und dennoch in Filmen normalerweise nur für Erwachsene aufgezogen wird.

Jonas ist sechzehn, hat genaue Vorstellungen davon, wie sein Leben mal auszusehen hat, und kann sich eigentlich nicht beschweren. Vicky lernt er bei einer Party kennen, und obwohl beide entschieden haben, danach getrennter Wege zu gehen, steht sie ein paar Monate später plötzlich vor seiner Schule …

Obwohl die Dialoge mich nicht sonderlich überzeugen konnten, besticht die Körpersprache der Schauspieler umso mehr. Völlig unverkrampft und natürlich spielen Ludwig Trepte und Karoline Teska diese doch eher schwierigen Rollen, von dem Geschehen an der Leinwand kann man sich selbst trotz Vorurteilen nicht distanzieren.